Umfrage: Fasten an Karfreitag wird von Deutschen kaum noch praktiziert

1 April 2025

Umfrage: Fasten an Karfreitag wird von Deutschen kaum noch praktiziert

Karfreitag: Bedeutung und Fastenverhalten in Deutschland

Der Karfreitag, ein wichtiger Fastentag für Katholiken, fällt im Jahr 2023 auf den 18. April. An diesem Tag gedenken Christen des Leidens und Sterbens Jesu Christi und viele praktizieren das Fasten als Teil ihrer religiösen Tradition. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass ein erheblicher Teil der deutschen Bevölkerung an diesem Tag nicht fastet.

Umfrageergebnisse

Laut der Umfrage fasten 65% der Deutschen nicht an Karfreitag. Dies deutet darauf hin, dass das Fasten an diesem Tag nicht mehr in der breiten Bevölkerung verankert ist. Von den Befragten verzichten lediglich 16% auf Fleisch und Wurst, während 7% alle tierischen Produkte meiden. Ein kleinerer Teil, etwa 5%, gibt an, dass sie „sonstiges“ Fasten praktizieren, was darauf hinweist, dass es verschiedene individuelle Ansätze zum Fasten gibt.

Demografische Unterschiede im Fastenverhalten

Das Fastenverhalten variiert stark je nach Altersgruppen. Bei den über 55-Jährigen fasten 71% nicht, während in der jüngeren Altersgruppe der 18-24-Jährigen 64% ebenfalls auf das Fasten verzichten. Dies könnte auf einen Wandel in den gesellschaftlichen Normen und Werten hinweisen, wo traditionelle Praktiken zunehmend in den Hintergrund treten.

Die Geschlechterverteilung zeigt ebenfalls Unterschiede: 19% der Frauen verzichten auf Fleisch und Wurst, während bei den Männern dieser Anteil nur bei 14% liegt. Dies könnte darauf hindeuten, dass Frauen eher geneigt sind, an traditionellen Fastenpraktiken festzuhalten.

Regionale Unterschiede

Die regionale Verteilung des Fastenverhaltens ist ebenfalls bemerkenswert. Im Westen Deutschlands fasten 19% der Befragten, die auf Fleisch und Wurst verzichten, während im Osten nur 7% dieser Praxis nachgehen. Diese Diskrepanz könnte kulturelle Unterschiede oder unterschiedliche religiöse Praktiken in den beiden Regionen widerspiegeln.

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Politische Einflüsse auf das Fastenverhalten

Die politischen Ansichten der Befragten beeinflussen ebenfalls das Fastenverhalten. Unter den Anhängern der CDU/CSU fasten 24%, während ein überwältigender Anteil von 71% der AfD-Anhänger angibt, nicht zu fasten. Dies könnte darauf hinweisen, dass religiöse Praktiken und politische Überzeugungen in Deutschland teilweise verknüpft sind.

Befragte und Trends im Fasten

Insgesamt wurden 2.983 Erwachsene befragt. Ihre Antworten zeigen nicht nur die aktuelle Fastenpraxis, sondern auch eine wachsende Vielfalt an Fasten-Trends, wie zum Beispiel „Dry January“, Heil- und Intervallfasten sowie den Ramadan, der für Muslime eine bedeutende Rolle spielt. Diese Trends könnten die Art und Weise, wie Fasten in der Gesellschaft wahrgenommen wird, verändern und zu einer breiteren Diskussion über Gesundheit und Ernährung führen.

Christliche Fastenzeit

Die christliche Fastenzeit erstreckt sich über 40 Tage und ist eng mit dem biblischen Bericht über das Fasten Jesu verbunden. Diese Tradition hat historische Wurzeln und wird auch heute noch in vielen Kirchen praktiziert. Dennoch zeigen die Umfrageergebnisse, dass die Verbindung zwischen religiösem Fasten und dem alltäglichen Leben in Deutschland nicht mehr so stark ist wie in der Vergangenheit.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass das Fasten an Karfreitag in Deutschland einer veränderten Wahrnehmung unterliegt, die durch demografische, regionale und politische Faktoren beeinflusst wird. Die Tradition des Fastens könnte in Zukunft weiter an Bedeutung verlieren, während alternative Fastenpraktiken und Gesundheitsbewusstsein an Popularität gewinnen.