Der Vatikan hat offiziell bekannt gegeben, dass Papst Franziskus voraussichtlich die liturgischen Feierlichkeiten in der Karwoche und an Ostern nicht leiten wird. Diese Ankündigung erfolgte durch Erzbischof Diego Ravelli, der auf die geplanten Feierlichkeiten hinwies, aber betonte, dass sie ohne den Vorsitz des Heiligen Vaters stattfinden werden.
Die Karwoche, die den Höhepunkt der christlichen Liturgie darstellt, umfasst bedeutende Feiern wie den Palmsonntag, den Gründonnerstag, den Karfreitag und die Osternacht. Erwähnenswert ist, dass in der Mitteilung keine Informationen über die Kardinäle gegeben wurden, die während dieser Zeit möglicherweise die liturgischen Aufgaben übernehmen könnten.
Ein besonders wichtiger Punkt ist, dass der Papst am Ostersonntag nicht den traditionellen Segen Urbi et Orbi spenden wird, was einen erheblichen Bruch mit der Tradition darstellt. Zudem wird die Heiligsprechung von Carlo Acutis, einem jungen italienischen Computerexperten und Märtyrer, die für den 27. April angesetzt ist, ebenfalls ohne die Anwesenheit des Papstes stattfinden.
Der Grund für diese Entwicklungen ist, dass Papst Franziskus sich in einer zweimonatigen Genesungsphase befindet, die am 23. Mai enden soll. Der Vatikan hat betont, dass man auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes des Papstes wartet, bevor eine endgültige Entscheidung über seine Teilnahme an den Feierlichkeiten der Karwoche getroffen wird. Diese Situation wirft Fragen zur zukünftigen Rolle und Präsenz des Papstes in der liturgischen Praxis der katholischen Kirche auf, besonders in einem so wichtigen Zeitraum wie der Karwoche und Ostern.